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Nativity

December 18th, 2008 (Michaela)

An öffentlichen Orten – zum Beispiel in Einkaufszentren oder auch zu Hause im Wohnzimmer – sieht man sehr häufig die Krippenszene mittels Figuren aufgebaut. Das ist die “Nativity scene”.

“Nativity play” wiederum bedeutet, dass Kinder die Szene nachspielen wie Joseph und Maria eine Unterkunft suchen, dass das Kind (Jesus) auf die Welt kommt und der Besuch der heiligen drei Könige. Diese Krippenspiele finden in den Grundschulen in England statt. In den letzten Jahren leider jedoch immer weniger, da befürchtet wird, dass andere Religionen beleidigt werden könnten.

Das Wort “Nativity” bezeichnet das Geburtsereignis von Jesus.  Daher kommt es auch, dass die Kirche die in Betlehem an der Stelle steht, an der damals der Stall in dem sich alles abgespielt hatte stand, “Church of the Nativity” heißt.

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Christmas Crackers

December 12th, 2008 (Michaela)

Christmas Cracker sind eine Art Knallbonbon und sind eine Weihnachtstradition in England.

Nach dem Festessen am 1. Weihnachtstag bekommt jeder einen solchen Cracker. Mit seinem Tischnachbarn zusammen zieht man an dem Cracker und es gibt einen Knall. Heraus geflogen kommen dann eine Papierkrone mit verschiedenen Farben, ein Papierstreifen mit einer Scherzfrage und ein lustiger Gegenstand. Es gibt auch Cracker für Kinder, die dann Spielsachen drin haben und kindgerechte Scherzfragen.

Von diesen Crackern gibt es verschiedene Preisklassen und je höher der Preis desto hochwertiger sind die “Geschenke” darin.  Es gibt sogar Cracker zum Selbermachen – somit kann man den Inhalt selbst bestimmen.  Einen Nachteil hat dieser Spaß aber doch, er macht viel Müll. Denn die Hülle wirft man ja sowieso weg und ich denke nicht dass, jeder die Kronen und die Scherzfragen aufbewahrt. Am ehesten noch das “Spielzeug”.

Trotzdem macht es jedes Mal wieder  Spass die Cracker zusammen aufzureißen, die Krone aufzusetzen und sich gegenseitig die Scherzfragen zu stellen.

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Wie die Briten über die Strasse kommen

November 29th, 2008 (Michaela)

Zebra crossings (Zebrastreifen) sind breite weiße Streifen die dazu dienen sicher über die Strasse zu kommen. Dies ist wohl weltweit die häufigste Art, nach der Ampel, eine Strasse zu überqueren. So auch in England.

Allerdings gibt und gab es in England noch einige andere (Tier-)Namen für Zebrastreifen und Ampeln um sicher auf die andere Strassenseite zu kommen. Nämlich Panda crossing, Tiger crossing, Pelican crossing, Toucan crossing und Pegasus crossing.

Panda crossing: Hier war es so, dass es keine Streifen gab, stattdessen langgezogene Dreiecke in weiß und Schwarz. Dazu gab es spezielle Ampeln die sagten wann die Strasse zu überqueren war.  Diese Variante gibt es schon seit fast 40 Jahren nicht mehr.

Tiger crossing: Das war wieder wie ein Zebrastreifen nur in gelb/schwarz. Die Besonderheit hier war, dass auch Fahrräder so über die Strasse durften.

Am gängigsten ist der Pelican crossing: Pelican kommt von Pedestrian light controlled. Es ist im Grunde genommen eine ganz normale Fußgängerampel. Nur das Signalgerät um den Autoverkehr zu stoppen sieht etwas anders aus. Es wird darauf auch erklärt was auf der Ampel zu sehen ist. In den Ampeln gibt es – wie auch in Deutschland üblich – die roten und grünen Männchen.

Neu  ist der Toucan crossing: Dies ist auch eine Art Fußgängerampel (pelican) nur, dass links und rechts davon ein Fahrradweg markiert ist. Die Fahrräder fahren dann natürlich wo hinüber? Ja, auf der linken Seite. Das ganze beidseits, damit sich die Stahlrösser nicht in die Quere kommen.  Der Name ist ein Wortspiel auf “two can” (zwei können).  Der Toucan crossing ersetzte den  Tiger crossing.

Ebenfalls neu ist der Pegasus crossing: Pegasus kommt namentlich aus der griechischen Mythologie, der ein beflügeltes Pferd darstellt. Daher dürfen an solchen Stellen die lieben Pferde über die Strasse.

Seit einigen Jahren gibt es auch Puffin crossings (Pedestrian User friendly intelligent crossing). Dies stellt die moderne Art von Pelican crossing dar.  Die Puffin crossings haben Sensoren, die erkennen können wann die Fußgänger die Straße fertig überquert haben.  Neu ist auch, dass die roten und grünen Männchen auf der eigenen Seite der Straße in Augenhöhe sind.

Zu guter letzt sind die Belisha beacons erwähnenswert, die an allen Zebrastreifen sind.  Das sind orangefarbigen Lämpchen, die die ganze Zeit blinken.  Sie sind dazu da, die Autofahrer für den Zebrastreifen zu sensibilisieren und im Winter sind die Zebrastreifen bei Schnee trotzdem noch erkennbar.

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Armistice

November 6th, 2008 (Michaela)

Die Bedeutung des Wortes ‘Armistice’ ist eigentlich ganz simpel, es heißt Waffenstillstand. Aber hinter diesem Waffenstillstand steckt noch viel mehr.

Der 1. Weltkrieg fand sein Ende durch einen in Frankreich, im Wald von Compiegne gelegenen Eisenbahnwaggon geschlossenen Waffenstillstand. Dieser wurde geschlossen zwischen Großbritannien, Frankreich, USA und Deutschland, am 11. November 1918. Um genau zu sein um 5Uhr morgens und ab 11 Uhr fiel kein Schuss mehr.

Unter anderem enthielt das Abkommen, dass Deutschland alle Truppen aus den besetzten Gebieten zurückrufen muss, einen Großteil der  Waffen und Flugzeuge, sowie alle Kriegsschiffe mussten kampfunfähig gemacht werden. Auch die linksrheinischen Gebiete und das rechtsrheinische Köln, Koblenz und Mainz mussten an die französischen Besatzungstruppen preisgegeben werden. Deutschland sollte kriegsunfähig werden.

Die Briten dieser Generation nennen dieses Ereignis ‘The Armistice’. Zum Gedenken an dieses Ereignis gibt es den Rememberance Day am 11. November.

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Congestion Charge (City-Maut)

October 30th, 2008 (Michaela)

Seit 17. Februar 2003 gibt es in der Londoner Innenstadt die “Congestion Charge”. Diese Maut muss von allen Autos und Lastkraftwagen entrichtet werden. Ausgenommen davon sind natürlich Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, sowie Taxis, Busse, einige Minibusse und Motorräder und PKW’s mit alternativem Sprit. Die Höhe der Maut beträgt 8 Pfund und erlaubt das Befahren der Straßen für einen Tag ( 7.00 Uhr – 18.00 Uhr). Ist sie bis abends 22.00 Uhr nicht entrichtet worden erhöht sich das Ganze auf 10 Pfund. Bereits nach Mitternacht ist ein Bußgeld von mind. 60 Pfund fällig. Nach 2 Wochen verdoppelt sich das.

Der Sinn und Zweck dieser Gebühr ist, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen mehr genutzt werden und dadurch eine Verringerung der Verkehrstaus und der Umweltverschmutzung erzielt wird. Diese Gebühr kommt zum Großteil zum Erhalt und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsmittel zugute. Es wurden auch 300 neue Busse eingesetzt um die Beförderung von Menschen besser gewährleisten zu können.

Mit ca. 230 Kameras werden die Fahrzeuge überwacht und registriert. Die in der Zone lebenden Menschen können zu einem  stark reduzierten Preis zum Beispiel Wochenkarten kaufen, so sparen sie ca. 90%.  Oftmals bezahlen auch die Arbeitgeber diese Maut.

Für meine Familie ist die Maut nicht so ein großes Thema, da wir nicht so oft nach London kommen. Und wenn doch kann man im Internet die Tagesgebühr bezahlen und hat dann seine Ruhe.

In Frankfurt gibt es seit 1. Oktober 2008 auch eine Maßnahme für die Umwelt. Die Feinstaubplakette für Pkws, Lkws und so weiter. Diese wurde eingeführt um den Feinstaub in der Innenstadt zu reduzieren. Die Plakette bekommt man beim TüV, Bürgerämter und Pit-Stop-Filialen und kostet 5 Euro. Je nach Fahrzeugmodell bekommt man eine grüne, gelbe oder rote Plakette zugeteilt.  Ich frage mich, welches System wirksamer ist?

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Kissing gate

October 23rd, 2008 (Michaela)

Das heutige Thema ist das ‘Kissing gate’. Man findet sie an Gebieten die geschützt werden durch einen Zaun, die aber trotzdem öffentlich begehbar sind. Sie sind so gebaut, dass man mit Kinderwägen, Rollstühlen und ähnliches, noch durchkommt, aber nicht mit Fahrzeugen und vor allem nicht mit Pferden.

Das heißt man muss einzeln durch das Tor in dem man in den Eingang geht, erst dann kann man das Gatter aufmachen, um dann in das geschützte Gebiet wie zum Beispiel ein Park mit einem Teich zu kommen. Der nächste muss es genauso so machen. Und jetzt komme ich zum Namen des Gatters.

Es gibt ein Spiel, wenn mehrere Personen durch das Gatter wollen, kann diejenige Person die als erstes durchgeht der zweiten Person den Durchgang verweigern und sie kommt nur mit einem Kuss weiter. Das lässt beliebig verlängern.  Daher der Name ‘kissing gate’. Ein anderer Grund für diesen Namen ist, dass das Gatter kein Schloss hat, sondern nur anlehnt.  Diese Anlehnung des Gatters an den Rahmen nennt man “kissing”.

Verschiedene Versionen gibt es davon, aus Holz und Metall in mehreren Formen.

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Ducking stool

October 16th, 2008 (Michaela)

Der ‘ducking stool’ ist wirklich eine Art Stuhl. Der Stuhl ist mit einem Seil an einem langen Holzbalken befestigt der ins Wasser hinabgelassen werden kann. Man kann sich das so vorstellen, wie ein Hebel dass der Stuhl unter Wasser kommt. Diesen Stuhl gibt es auch auf einem fahrbaren Gestell. Und was hat man damit gemacht?

Im 12. und 13. Jahrhundert diente dieser Stuhl dazu, Frauen und Hexen zu unterscheiden. Frauen die den Männern komisch oder verdächtig vorkamen, wurden auf diesen Stuhl gesetzt und gefesselt. Dann wurden sie ins Wasser hinab gelassen bis der Kopf unter Wasser war. Starb die Frau war es keine Hexe. Konnte sie sich jedoch befreien und dazu noch schwimmen, wurde sie als Hexe deklariert und verbrannt.

Später im 16. – 18. Jahrhundert war der Stuhl eine Art Bestrafung für ungehorsame oder untreue  Ehefrauen. Auch sie wurden an den Stuhl gebunden und ins Wasser gelassen, jedoch nicht mit der Absicht sie ertrinken zu lassen. Die Frauen wurden so oft unter Wasser gebracht bis sie ihren Fehler oder Missetat eingesehen haben. Sie hatten es also ein Stück weit selbst in der Hand wann die ‘Bestrafung’ ein Ende hatte.

Der \'ducking stool\' in CanterburyDer ‘ducking stool’ in Canterbury

Ich habe in Canterbury (Kent) einen solchen Stuhl gesehen, er ist über einem Kanal befestigt und ist heutzutage nur noch zum anschauen da. Heute macht man Witze darüber, aber früher war das bitterer Ernst. Ich denke das war nicht lustig für die Frauen, so gefügig gemacht zu werden.

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Shrapnel

September 11th, 2008 (Michaela)

Shrapnel ist ein Wort das einige Bedeutungen hat, die aber eigentlich immer das selbe meinen. Es geht immer um eine Bombe/Granate und was für ein Schaden mit dieser angerichtet werden kann.

1. Früher waren es Bleikugeln innerhalb der Granate, die bei der Explosion  beim Aufprall möglichst großen Schaden anrichten sollten.

2. Heutzutage bedeutet es ein Stück fliegendes Metall einer Waffe , die Kugel. Bzw. ein Splitter durch einen Schuss verursacht ist auch ein ‘Shrapnel’.

3. Für einen Engländer der damals Kind war bedeutet es ein Schaden durch eine Bombe, Waffe oder ähnliches ist auch “Shrapnel”.

4. In der Serie ‘Only Fools and Horses’ gibt es die Redewendung “he’s got a bit of shrapnel still stuck in his head” was soviel heißt wie “er hat immer noch ein Stück Metall im Kopf stecken”.  Das soll sowas wie “er hat eine Schraube locker” bedeuten.

5. Touristen die historische Gebäude besichtigen hören diesen Begriff auch recht häufig, da diese Gebäude oftmals noch Schäden aus dem Krieg haben die nie repariert/restauriert worden sind.

Das Wort selbst kommt von einem Mann Namens Henry Shrapnel, er hat nämlich das Prinzip dieser Granate entwickelt. Es wurde bei einigen Angriffen wie auf Niederländisch-Guayana und während der Napoleanischen Kriege ‘erfolgreich’ eingesetzt. Er wurde daraufhin zum Oberstleutnant ernannt. Sonst brachte ihm seine Erfindung jedoch nicht so viel Ruhm ein.

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Lovely

September 4th, 2008 (Michaela)

Dieses Wort war lange Zeit ein rotes Tuch für mich. Im Nachhinein eigentlich ziemlich albern. Aber als ich das erste Mal nach England kam war meine Tochter gerade etwa 3 Monate alt. Und jeder Mensch ob männlich oder weiblich nannte meine Tochter “lovely”. So nett das gemeint war, aber ich konnte dieses Wort nicht mehr hören. Ich meine gibt es keine anderen Bezeichnungen?

Lovely an sich ist jedoch auch etwas ganz anderes, nämlich ein Land, oder genau gesagt eine Mikronation. Ein Mann namens Danny Wallace hat dieses Land am 1.1.2005 gegründet. Man mag es kaum glauben, aber dieses Land ist seine eigene Wohnung irgendwo in London. Es ist eine Monarchie mit eigener Regierung, Wirtschaft, Währung, Flagge, Sport und Bildung. Es gibt auch einen nationalen Feiertag den sogenannten “Lovely Day”. Dieser Staat hat etwas mehr als 58.000 “Einwohner” die über eine Internetseite “dazugehören”. Jedoch kann mit dieser eigenen Währung nicht wirklich eingekauft werden, aber die Mitglieder unter sich können mit dieser Währung Ware oder Hilfen austauschen. Wer sich noch detallierter dafür interessiert kann sich auf der Lovely official Website genauer informieren.

Wie auch immer wenn man etwas “lovely” findet kann dies auch durchaus ironisch gemeint sein, der britische Humor ist da flexibel. Auch wenn etwas sehenswert ist sagt man, dass es “lovely” ist.

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book of remembrance

August 7th, 2008 (Michaela)

Jedes Land hat seine eigenen Methoden und Bräuche die Verstorbenen zu beerdigen.

In Deutschland hat man dafür einen Friedhof wo man entweder den Sarg oder die Urne beerdigt. Es gibt einen Trauergottesdienst und danach geht man zum sogenannten Leichenschmaus. Ein makaberes Wort wie ich finde. Wenn der Verstorbene im Sarg liegt wird dieser während des Gottesdienstes zum Grab getragen. Wenn er eingeäschert wird kann es auch sein, dass man darauf warten muss und der Gottesdienst findet zuerst statt. Dann gibt es nach der Einäscherung eine zweite kleine ‘Trauerfeier’ auf der dann die Urne zum Grab getragen wird.

In England jedoch gibt es ganz andere Traditionen. Da das Land eine Insel ist und die Bevölkerung größer wird, ist der Platz auf Friedhöfen sehr begrenzt.  Daher sind Gräber auch recht teuer.  Dazu kommt noch, dass die Gräber nicht nach einer bestimmten Zeit aufgelöst werden sondern immer in der Familie bleiben. Es gibt Familiengräber in denen  mehrere Generationen begraben sind.  Bei einer Beerdigung im Grab erfolgt keine Einäscherung. Üblicherweise werden die Verstorbenen heutzutage eingeäschert. Die Asche wird dann in einem sogenannten Gedenkgarten ohne Grabstein oder ähnliches verstreut.

Und dann kommt das Book of Remembrance ins Spiel. Jeder Verstorbene wird in dieses Buch eingetragen. Jeder Tag hat 2 Seiten die täglich umgeblättert wird. Hier stehen dann alle Menschen die an diesem Tag verstorben sind egal in welchem Jahr sie geboren sind. Da immer mehr Menschen am selben Tag sterben gibt es inzwischen mehrere Bücher. Jedes Jahr kann man dann in dieses Buch schauen, das in einem Glaskasten verschlossen ist und in diesem Gedenkgarten an den Angehörigen denken. Dieser Besuch ist vor allem für ältere Menschen eine schöne und wichtige Tradition. Es gibt in jeder Stadt eine ‘Kapelle’ in dieser das ‘Book of Remembrance’ aufbewahrt wird.

Das britische Recht ist in dieser Beziehung recht locker, man darf die Urne auch nach Hause nehmen oder eine Seebestattug vornehmen.

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