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November 6th, 2008 (Michaela)
Die Bedeutung des Wortes ‘Armistice’ ist eigentlich ganz simpel, es heißt Waffenstillstand. Aber hinter diesem Waffenstillstand steckt noch viel mehr.
Der 1. Weltkrieg fand sein Ende durch einen in Frankreich, im Wald von Compiegne gelegenen Eisenbahnwaggon geschlossenen Waffenstillstand. Dieser wurde geschlossen zwischen Großbritannien, Frankreich, USA und Deutschland, am 11. November 1918. Um genau zu sein um 5Uhr morgens und ab 11 Uhr fiel kein Schuss mehr.
Unter anderem enthielt das Abkommen, dass Deutschland alle Truppen aus den besetzten Gebieten zurückrufen muss, einen Großteil der Waffen und Flugzeuge, sowie alle Kriegsschiffe mussten kampfunfähig gemacht werden. Auch die linksrheinischen Gebiete und das rechtsrheinische Köln, Koblenz und Mainz mussten an die französischen Besatzungstruppen preisgegeben werden. Deutschland sollte kriegsunfähig werden.
Die Briten dieser Generation nennen dieses Ereignis ‘The Armistice’. Zum Gedenken an dieses Ereignis gibt es den Rememberance Day am 11. November.
Tags: 1. Weltkrieg, The Armistice, Waffenstillstand Posted in Geschichte | 1 Comment »
October 30th, 2008 (Michaela)
Seit 17. Februar 2003 gibt es in der Londoner Innenstadt die “Congestion Charge”. Diese Maut muss von allen Autos und Lastkraftwagen entrichtet werden. Ausgenommen davon sind natürlich Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, sowie Taxis, Busse, einige Minibusse und Motorräder und PKW’s mit alternativem Sprit. Die Höhe der Maut beträgt 8 Pfund und erlaubt das Befahren der Straßen für einen Tag ( 7.00 Uhr - 18.00 Uhr). Ist sie bis abends 22.00 Uhr nicht entrichtet worden erhöht sich das Ganze auf 10 Pfund. Bereits nach Mitternacht ist ein Bußgeld von mind. 60 Pfund fällig. Nach 2 Wochen verdoppelt sich das.
Der Sinn und Zweck dieser Gebühr ist, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen mehr genutzt werden und dadurch eine Verringerung der Verkehrstaus und der Umweltverschmutzung erzielt wird. Diese Gebühr kommt zum Großteil zum Erhalt und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsmittel zugute. Es wurden auch 300 neue Busse eingesetzt um die Beförderung von Menschen besser gewährleisten zu können.
Mit ca. 230 Kameras werden die Fahrzeuge überwacht und registriert. Die in der Zone lebenden Menschen können zu einem stark reduzierten Preis zum Beispiel Wochenkarten kaufen, so sparen sie ca. 90%. Oftmals bezahlen auch die Arbeitgeber diese Maut.
Für meine Familie ist die Maut nicht so ein großes Thema, da wir nicht so oft nach London kommen. Und wenn doch kann man im Internet die Tagesgebühr bezahlen und hat dann seine Ruhe.
In Frankfurt gibt es seit 1. Oktober 2008 auch eine Maßnahme für die Umwelt. Die Feinstaubplakette für Pkws, Lkws und so weiter. Diese wurde eingeführt um den Feinstaub in der Innenstadt zu reduzieren. Die Plakette bekommt man beim TüV, Bürgerämter und Pit-Stop-Filialen und kostet 5 Euro. Je nach Fahrzeugmodell bekommt man eine grüne, gelbe oder rote Plakette zugeteilt. Ich frage mich, welches System wirksamer ist?
Tags: Congestion charge, Maut Posted in London, Verkehr | No Comments »
October 23rd, 2008 (Michaela)
Das heutige Thema ist das ‘Kissing gate’. Man findet sie an Gebieten die geschützt werden durch einen Zaun, die aber trotzdem öffentlich begehbar sind. Sie sind so gebaut, dass man mit Kinderwägen, Rollstühlen und ähnliches, noch durchkommt, aber nicht mit Fahrzeugen und vor allem nicht mit Pferden.
Das heißt man muss einzeln durch das Tor in dem man in den Eingang geht, erst dann kann man das Gatter aufmachen, um dann in das geschützte Gebiet wie zum Beispiel ein Park mit einem Teich zu kommen. Der nächste muss es genauso so machen. Und jetzt komme ich zum Namen des Gatters.
Es gibt ein Spiel, wenn mehrere Personen durch das Gatter wollen, kann diejenige Person die als erstes durchgeht der zweiten Person den Durchgang verweigern und sie kommt nur mit einem Kuss weiter. Das lässt beliebig verlängern. Daher der Name ‘kissing gate’. Ein anderer Grund für diesen Namen ist, dass das Gatter kein Schloss hat, sondern nur anlehnt. Diese Anlehnung des Gatters an den Rahmen nennt man “kissing”.
Verschiedene Versionen gibt es davon, aus Holz und Metall in mehreren Formen.
Tags: Gate, Gatter, Kissing, Zaun Posted in Kurioses | No Comments »
October 16th, 2008 (Michaela)
Der ‘ducking stool’ ist wirklich eine Art Stuhl. Der Stuhl ist mit einem Seil an einem langen Holzbalken befestigt der ins Wasser hinabgelassen werden kann. Man kann sich das so vorstellen, wie ein Hebel dass der Stuhl unter Wasser kommt. Diesen Stuhl gibt es auch auf einem fahrbaren Gestell. Und was hat man damit gemacht?
Im 12. und 13. Jahrhundert diente dieser Stuhl dazu, Frauen und Hexen zu unterscheiden. Frauen die den Männern komisch oder verdächtig vorkamen, wurden auf diesen Stuhl gesetzt und gefesselt. Dann wurden sie ins Wasser hinab gelassen bis der Kopf unter Wasser war. Starb die Frau war es keine Hexe. Konnte sie sich jedoch befreien und dazu noch schwimmen, wurde sie als Hexe deklariert und verbrannt.
Später im 16. - 18. Jahrhundert war der Stuhl eine Art Bestrafung für ungehorsame oder untreue Ehefrauen. Auch sie wurden an den Stuhl gebunden und ins Wasser gelassen, jedoch nicht mit der Absicht sie ertrinken zu lassen. Die Frauen wurden so oft unter Wasser gebracht bis sie ihren Fehler oder Missetat eingesehen haben. Sie hatten es also ein Stück weit selbst in der Hand wann die ‘Bestrafung’ ein Ende hatte.
Der ‘ducking stool’ in Canterbury
Ich habe in Canterbury (Kent) einen solchen Stuhl gesehen, er ist über einem Kanal befestigt und ist heutzutage nur noch zum anschauen da. Heute macht man Witze darüber, aber früher war das bitterer Ernst. Ich denke das war nicht lustig für die Frauen, so gefügig gemacht zu werden.
Tags: ducking stool, Ehefrau, Hexe, Stuhl Posted in Geschichte, Kurioses | No Comments »
September 11th, 2008 (Michaela)
Shrapnel ist ein Wort das einige Bedeutungen hat, die aber eigentlich immer das selbe meinen. Es geht immer um eine Bombe/Granate und was für ein Schaden mit dieser angerichtet werden kann.
1. Früher waren es Bleikugeln innerhalb der Granate, die bei der Explosion beim Aufprall möglichst großen Schaden anrichten sollten.
2. Heutzutage bedeutet es ein Stück fliegendes Metall einer Waffe , die Kugel. Bzw. ein Splitter durch einen Schuss verursacht ist auch ein ‘Shrapnel’.
3. Für einen Engländer der damals Kind war bedeutet es ein Schaden durch eine Bombe, Waffe oder ähnliches ist auch “Shrapnel”.
4. In der Serie ‘Only Fools and Horses’ gibt es die Redewendung “he’s got a bit of shrapnel still stuck in his head” was soviel heißt wie “er hat immer noch ein Stück Metall im Kopf stecken”. Das soll sowas wie “er hat eine Schraube locker” bedeuten.
5. Touristen die historische Gebäude besichtigen hören diesen Begriff auch recht häufig, da diese Gebäude oftmals noch Schäden aus dem Krieg haben die nie repariert/restauriert worden sind.
Das Wort selbst kommt von einem Mann Namens Henry Shrapnel, er hat nämlich das Prinzip dieser Granate entwickelt. Es wurde bei einigen Angriffen wie auf Niederländisch-Guayana und während der Napoleanischen Kriege ‘erfolgreich’ eingesetzt. Er wurde daraufhin zum Oberstleutnant ernannt. Sonst brachte ihm seine Erfindung jedoch nicht so viel Ruhm ein.
Tags: Blei, Kugel, Metall, Schaden, Waffe Posted in Geschichte | No Comments »
September 4th, 2008 (Michaela)
Dieses Wort war lange Zeit ein rotes Tuch für mich. Im Nachhinein eigentlich ziemlich albern. Aber als ich das erste Mal nach England kam war meine Tochter gerade etwa 3 Monate alt. Und jeder Mensch ob männlich oder weiblich nannte meine Tochter “lovely”. So nett das gemeint war, aber ich konnte dieses Wort nicht mehr hören. Ich meine gibt es keine anderen Bezeichnungen?
Lovely an sich ist jedoch auch etwas ganz anderes, nämlich ein Land, oder genau gesagt eine Mikronation. Ein Mann namens Danny Wallace hat dieses Land am 1.1.2005 gegründet. Man mag es kaum glauben, aber dieses Land ist seine eigene Wohnung irgendwo in London. Es ist eine Monarchie mit eigener Regierung, Wirtschaft, Währung, Flagge, Sport und Bildung. Es gibt auch einen nationalen Feiertag den sogenannten “Lovely Day”. Dieser Staat hat etwas mehr als 58.000 “Einwohner” die über eine Internetseite “dazugehören”. Jedoch kann mit dieser eigenen Währung nicht wirklich eingekauft werden, aber die Mitglieder unter sich können mit dieser Währung Ware oder Hilfen austauschen. Wer sich noch detallierter dafür interessiert kann sich auf der Lovely official Website genauer informieren.
Wie auch immer wenn man etwas “lovely” findet kann dies auch durchaus ironisch gemeint sein, der britische Humor ist da flexibel. Auch wenn etwas sehenswert ist sagt man, dass es “lovely” ist.
Tags: lovely Posted in Kurioses | 1 Comment »
July 31st, 2008 (Michaela)
Teilweise ist so eine Übersetzung nur mit viel Logik zu meistern, denn gerade auch das Wort “actually” hat viele verschiedene Möglichkeiten zum übersetzen.
- eigentlich bin ich schon ziemlich müde und möchte in mein Bett. I’m actually quite tired and would like to go to bed.
- sogar die Milch war schon ausverkauft. The milk was actually sold out.
- tatsächlich mag er keine Gurken. He actually doesn’t like cucumber.
- überhaupt sehe ich gar nicht ein zu kommen. Actually, I don’t see why I should come.
- es ist wirklich ziemlich schwer zu lernen. It’s actually quite difficult to learn.
Viele Ausländer vom englischen Standpunkt aus gesehen benutzen das Wort actually falsch, zum Beispiel: Actually I’m needing this right now. Der Fehler in diesem Satz besteht darin, dass actually am Anfang steht und die Endung “ing” bei “need”. Richtig und höflich würde der Satz lauten: Well, actually, I need it straight away.
Das Problem bei mir ist oder war bei diesem Wort, dass es nichts mit “aktuell” oder ähnliches zu tun hat wie man es vielleicht vermuten könnte. Im deutschen kann ein Satz schon mit Aktuell oder den anderen Wörtern beginnen (eigentlich, sogar, tatsächlich, überhaupt, wirklich).
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