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Archive for October, 2008

Congestion Charge (City-Maut)

Thursday, October 30th, 2008

Seit 17. Februar 2003 gibt es in der Londoner Innenstadt die “Congestion Charge”. Diese Maut muss von allen Autos und Lastkraftwagen entrichtet werden. Ausgenommen davon sind natürlich Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, sowie Taxis, Busse, einige Minibusse und Motorräder und PKW’s mit alternativem Sprit. Die Höhe der Maut beträgt 8 Pfund und erlaubt das Befahren der Straßen für einen Tag ( 7.00 Uhr – 18.00 Uhr). Ist sie bis abends 22.00 Uhr nicht entrichtet worden erhöht sich das Ganze auf 10 Pfund. Bereits nach Mitternacht ist ein Bußgeld von mind. 60 Pfund fällig. Nach 2 Wochen verdoppelt sich das.

Der Sinn und Zweck dieser Gebühr ist, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen mehr genutzt werden und dadurch eine Verringerung der Verkehrstaus und der Umweltverschmutzung erzielt wird. Diese Gebühr kommt zum Großteil zum Erhalt und Erweiterung der öffentlichen Verkehrsmittel zugute. Es wurden auch 300 neue Busse eingesetzt um die Beförderung von Menschen besser gewährleisten zu können.

Mit ca. 230 Kameras werden die Fahrzeuge überwacht und registriert. Die in der Zone lebenden Menschen können zu einem  stark reduzierten Preis zum Beispiel Wochenkarten kaufen, so sparen sie ca. 90%.  Oftmals bezahlen auch die Arbeitgeber diese Maut.

Für meine Familie ist die Maut nicht so ein großes Thema, da wir nicht so oft nach London kommen. Und wenn doch kann man im Internet die Tagesgebühr bezahlen und hat dann seine Ruhe.

In Frankfurt gibt es seit 1. Oktober 2008 auch eine Maßnahme für die Umwelt. Die Feinstaubplakette für Pkws, Lkws und so weiter. Diese wurde eingeführt um den Feinstaub in der Innenstadt zu reduzieren. Die Plakette bekommt man beim TüV, Bürgerämter und Pit-Stop-Filialen und kostet 5 Euro. Je nach Fahrzeugmodell bekommt man eine grüne, gelbe oder rote Plakette zugeteilt.  Ich frage mich, welches System wirksamer ist?



Kissing gate

Thursday, October 23rd, 2008

Das heutige Thema ist das ‘Kissing gate’. Man findet sie an Gebieten die geschützt werden durch einen Zaun, die aber trotzdem öffentlich begehbar sind. Sie sind so gebaut, dass man mit Kinderwägen, Rollstühlen und ähnliches, noch durchkommt, aber nicht mit Fahrzeugen und vor allem nicht mit Pferden.

Das heißt man muss einzeln durch das Tor in dem man in den Eingang geht, erst dann kann man das Gatter aufmachen, um dann in das geschützte Gebiet wie zum Beispiel ein Park mit einem Teich zu kommen. Der nächste muss es genauso so machen. Und jetzt komme ich zum Namen des Gatters.

Es gibt ein Spiel, wenn mehrere Personen durch das Gatter wollen, kann diejenige Person die als erstes durchgeht der zweiten Person den Durchgang verweigern und sie kommt nur mit einem Kuss weiter. Das lässt beliebig verlängern.  Daher der Name ‘kissing gate’. Ein anderer Grund für diesen Namen ist, dass das Gatter kein Schloss hat, sondern nur anlehnt.  Diese Anlehnung des Gatters an den Rahmen nennt man “kissing”.

Verschiedene Versionen gibt es davon, aus Holz und Metall in mehreren Formen.



Ducking stool

Thursday, October 16th, 2008

Der ‘ducking stool’ ist wirklich eine Art Stuhl. Der Stuhl ist mit einem Seil an einem langen Holzbalken befestigt der ins Wasser hinabgelassen werden kann. Man kann sich das so vorstellen, wie ein Hebel dass der Stuhl unter Wasser kommt. Diesen Stuhl gibt es auch auf einem fahrbaren Gestell. Und was hat man damit gemacht?

Im 12. und 13. Jahrhundert diente dieser Stuhl dazu, Frauen und Hexen zu unterscheiden. Frauen die den Männern komisch oder verdächtig vorkamen, wurden auf diesen Stuhl gesetzt und gefesselt. Dann wurden sie ins Wasser hinab gelassen bis der Kopf unter Wasser war. Starb die Frau war es keine Hexe. Konnte sie sich jedoch befreien und dazu noch schwimmen, wurde sie als Hexe deklariert und verbrannt.

Später im 16. – 18. Jahrhundert war der Stuhl eine Art Bestrafung für ungehorsame oder untreue  Ehefrauen. Auch sie wurden an den Stuhl gebunden und ins Wasser gelassen, jedoch nicht mit der Absicht sie ertrinken zu lassen. Die Frauen wurden so oft unter Wasser gebracht bis sie ihren Fehler oder Missetat eingesehen haben. Sie hatten es also ein Stück weit selbst in der Hand wann die ‘Bestrafung’ ein Ende hatte.

Der \'ducking stool\' in CanterburyDer ‘ducking stool’ in Canterbury

Ich habe in Canterbury (Kent) einen solchen Stuhl gesehen, er ist über einem Kanal befestigt und ist heutzutage nur noch zum anschauen da. Heute macht man Witze darüber, aber früher war das bitterer Ernst. Ich denke das war nicht lustig für die Frauen, so gefügig gemacht zu werden.



 

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